Kürzlich sandte mir jemand ein Video mit Aufnahmen des Auftritts von Strache in der Sendung «Wir sind Kaiser» mit der selbstzufriedenen Bemerkung, dass Strache schön blöd dagestanden habe usw.
Kolumne “Wort zum Sonntag” von Haimo L. Handl, 24. 1. 2010
Die Welt ist voller bedenkenswerter Ereignisse. Man käme nicht nach mit Rückblicken oder übersähe dabei vielleicht Naheliegendes bzw. vernebelte sich gar Vorblicke, die Vorausschau. Nicht, dass es um Wahrsagerei ginge. Und der Rückblick wäre vernünftig, wenn er, recht bedacht, zur Klärung im Vergleich und Überlegung für Gegenwärtiges, Nachfolgendes, Zukünftiges beitrüge. Aber –
Kolumne “Wort zum Sonntag”, 27. 12. 2009 von Haimo L. Handl
Kolumne “Wort zum Sonntag” von Haimo L. Handl, 18.10.2009
Eine kleine Meldung anlässlich einer Todesanzeige erregte nicht sonderlich Aufsehen: trotz fehlenden öffentlichen Interesses schalteten Finanzminister und Vizekanzler Josef Pröll und seine beiden Staatssekretäre Lopatka und Schieder eine Traueranzeige in drei Zeitungen, die 100.000,00 (einhunderttausend) Euro kostete. Ihr Büroleiter war überraschend verstorben. Es galt, die “tiefe Betroffenheit und Trauer zum Ausdruck zu bringen”. Natürlich auf Steuerzahlers Kosten. Was sonst.
Der Titel ist eigentlich ein Pleonasmus, denn Journaille ist Schmiere. Die bewusste Verbindung soll die Betonung verstärken, weil viele heute die negative Bedeutung von Journaille vielleicht nicht mehr kennen. Die meisten Boulevardblätter sind dieser Gattung zuzurechnen, hier und anderswo. In Österreich schreibt das Schmierblatt ”Österreich” z. B.: “Zeugen Jehovas verhindern U2-Konzert. – Wien Tourismus bedauert U2-Absage.”
Kolumne “Wort zum Sonntag” von Haimo L. Handl, 9. 8. 2009
Kolumne “Wort zum Sonntag” von Haimo L. Handl, 31. 05. 2009
Deutschland feierte dieser Tage das sechzigjährige Jubiläum der Installation seines Grundgesetzes. Fast alle wollten und konnten sich dem anschliessen, ist das Grundgesetz doch die beste je geschriebene und praktisch umgesetzte Verfassung Deutschlands, die sogar Nachahmer fand. In den neuen Bundesländern weht vielerorts noch alter Geist und Ressentiment; aber die Unverbesserlichkeit der Nichtdemokraten hat noch nicht staatsgefährdende Macht gewonnen.