Am 28. August wurden wieder die Goethe-Medaillen verliehen, diesmal an die ungarische Philosophin Agnes Heller, den libanesischen Lyriker und Übersetzer Fuad Rifka und an den amerikanischen Exilforscher John Spalek. Die Auszeichnung wird vom Goethe-Institut seit 1955 jährlich vergeben für Verdienste um die deutsche Sprache im Ausland.
Kolumne “Wort zum Sonntag” von Haimo L. Handl, 05.09.2010
Die Französische Revolution, Wiege der modernen, republikanischen Welt, war nicht nur gewalttätig und blutrünstig, sondern auch im Geistigen, Kulturellen ein Versuch des großen Reinemachens, der tabula rasa, der extremen Purification.
Kolumne “Wort zum Sonntag” von Haimo L. Handl, 29.08.2010
Frankreich deportiert Gruppen von Roma nach Rumänien und spricht von freiwilligen Rückkehren, die vom französischen Staat sogar finanziert werden. In Italien sind früher schon Roma gehetzt, gejagt, verprügelt und ermordet worden. Behelfsunterkünfte der Roma werden abgerissen, planiert. In Ungarn steigt die mörderische Gewalt gegen Roma; eine systematische, faschistische Hetze hat sich breit gemacht. Deutschland will innerhalb kurzer Zeit an die 12.000 Kosovaren, die meisten von ihnen Roma, abschieben.
Kolumne “Wort zum Sonntag” von Haimo L. Handl, 22.08.2010
Hörprobe aus der CD “drinndraussen”
von Haimo L. Handl (Text & Rezitation) & Düzgün Celebi (Komposition und Spiel auf der Baglama)
Track 1: draussen (Text) / Sonne (Musik)
Krieg war und ist «in», ein Faszinosum sondergleichen. Krieg wird nicht nur der Vater aller Dinge genannt, er liefert die größten Geschäfte und Profite, er erzwingt und animiert zu Hochleistungen in der wissenschaftlichen Forschung, er ist der Taktgeber technischer Entwicklungen. Seit je üben sich Gesellschaften, die etwas auf sich halten, in der Schulung adäquaten Kriegdenkens.
Kolumne “Wort zum Sonntag” von Haimo L. Handl, 15.08.2010