Allen ist die Umsatzsteuer als eine Mehrwertsteuer bekannt. Sie gilt für verschiedene Produkte und Dienstleistungen in unterschiedlicher Höhe. Sie ist von allen zu bezahlen, unabhängig ihres eigenen Einkommens. Der Rentner zahlt denselben Anteil wie der Reiche. Es ist eine produkt- oder leistungsbezogene Quellensteuer.
Kolumne “Wort zum Sonntag” von Haimo L. Handl, 2. 10. 2011
Werteverfall gibt es in verschiedenen Dimensionen, mit verschiedenen Auswirkungen. Drastisch, und für viele sofort spürbar, die Inflation, der Geldwertverfall, Wertverfall von Leistungen und dergleichen. Rechtsverfall: Gesetze scheinen nur noch aus Worten und Papier zu bestehen, zwischen der Rechtsrealität, der geübten Praxis, und der beschworenen Rechtsidee klafft ein eklatanter Widerspruch; hier beweist die grassierende Korruption in den unternehmerischen Chefetagen und in der Politik eine verruchte Verkommenheit wie selten zuvor.
Kolumne “Wort zum Sonntag” von Haimo L. Handl, 25. 9. 2011
In der NZZ lese ich in einem Kulturartikel den Satz “Beim Internationalen Literaturfestival Berlin ist es wie im Leben: Die Masse dessen, was man versäumt, ist grösser als die Masse dessen, was man erleben kann.” So ist’s im Leben? Das bewahrheitete: es gibt kein richtiges im falschen. Aber da es keine Paradiese gibt, gibt es nur falsches Leben.
Kolumne “Wort zum Sonntag” vom 18. 9. 2011 von Haimo L. Handl
Man kommt ihm nicht aus. Auf allen Sendern Filme, Dokumentationen, Semidocs, Soaps, Schnulzen, Rührstoffe, Privatisierungen im öffentlichen Kontext, künstlerische Bewältigungsversuche, schnöde Fleddereien. “Nine Eleven” ist zu einer Marke geworden, die mehr übertüncht, lenkt, ablenkt, als klärt, vom Erinnern oder Gedenken, das man sich vielleicht wünschte, ganz zu schweigen. Es wird inszeniert. Es geht um Mythen, Symbole und verletzten Stolz. Eitelkeiten. Daneben versinken “Wahrheiten” oder kommen erst gar nicht hoch. Eine Peinlichkeit sondergleichen.
Kolumne “Wort zum Sonntag” von Haimo L. Handl, 11. 9. 2011
Als “Die Linke” ein Geburtstagsgratulationstelegramm an den Maximo Leader Fidel Castro sandte, rührte sich in Deutschland Empörung und Häme, so dass die Partei schließlich selbst klein beigab und die Grüße runterspielte. Für den deutschen Volksgeist war das Unterfangen ein Affront, eine Beleidigung der freiheitsliebenden Rechtschaffenen, da Fidel Castro ein Diktator ist. Ein Undemokrat, ein Monstrum.
Kolumne “Wort zum Sonntag” von Haimo L. Handl vom 4. 9. 2011